Humor in der Pflege: Seminar mit Workshop

Titel:Humor in der Pflege (in Krankenhaus und Altenheim)
Humor im Umgang mit kranken und /oder alten Menschen

Ziele des Seminars:

Humor als Fähigkeit ist jedem Menschen zu eigen - dem einen mehr, dem anderen weniger, aber sie kann mithilfe gezielter Spiele gefördert werden.

Für eine humorvolle Begegnung mit anderen Menschen ist es zunächst einmal Voraussetzung, sich selbst nicht zu ernst zu nehmen - ja sogar über seine eigenen Fehler und Missgeschicke lachen zu können. Humor stellt so eine unabdingbare Ressource dar, mit deren Hilfe der Umgang mit Problemen und Stresssituationen sowohl im Beruf als auch im Privatleben erleichtert werden kann. In diesem Seminar werden sowohl theoretische Hintergründe, Techniken und Definitionen näher beleuchtet, als auch durch praktische Übungen die Wirkung von Humor und Lachen erfahren. In seiner interaktiven Gestaltung liegt der Schwerpunkt auf der kreativ-praktischen Ebene, weil der Lernprozess durch eigenes Erleben wesentlich nachhaltiger ist, wobei auch sozialtherapeutische Elemente und Gruppenprozesse miteinbezogen werden. Grundzüge der Clownsarbeit, lustige Improvisationsspiele xund Wahrnehmungsübungen schaffen eine entspannte Atmosphäre, in der man sich selbst ein Stückchen besser kennenlernen und Zugang zur eigenen Lebensfreude erhalten kann. In Anlehnung an die Arbeit eines Klinikclowns beleuchten wir die Möglichkeiten, gerade auch im Umgang mit kranken oder pflegebedürftigen Menschen das Lachen nicht zu vergessen und so vielleicht ein kleines Lichtlein zu bringen. Ziel ist, die Menschen nicht "auf den Arm", sondern "in den Arm" zu nehmen!


Weitere Ziele:
  • Einblicke in Humordefinitionen und Theorien
  • Kennenlernen von Wirkungen des Humors in der Pflege, sowohl im Umgang mit Patienten oder Bewohnern, als auch mit Angehörigen, oder im Team. (Erleichtert Kontaktaufbau und Kommunikation, unterstützt die Lösung sozialer Konflikte, schafft Raum für negative Gefühle, hilft beim Stressabbau aller Beteiligten, bringt Mut, Trost, Entlastung und Ablenkung, u.v.m.)
  • Eigene Möglichkeiten finden, im Pflegealltag gemeinsam zu lachen - Projekte für die eigene Institution oder Praxis, um dieses Konzept umzusetzten (bspw. Humortagebücher)
  • Zusammenarbeit der Klinikclowns mit dem Pflegepersonal fördern.

Inhalte und Umsetzung
  • Erläuterung der heilsamen Wirkungen des Humors auf psychologischer, physiolgischer, kommunikativer und soziologischer Ebene
  • Wahrnehmungsübungen, um Fingerspitzengefühl und Achtsamkeit im humorvollen Umgang zu schärfen
  • Grundzüge der Clownsarbeit in Anlehnung an die Klinikclowns, Improvisationsspiele
  • Kennenlernen von Humortechniken auf der kreativ-praktischen Ebene (Kontraste, Überraschung, Übertreibung, Absurdität, Wortspiele, Körperhumor und vieles mehr)
  • Einbezug von sozialtherapeutischen Elementen und wichtigen Gruppenprozessen, sowie von Aspekten der Validation, der basalen Stimulation und der Musiktherapie
  • Anhaltspunkte der Humoranamnese
  • Einblicke in die Arbeit der Klinikclowns, Unterschiede von Kinderkrankenhaus und Altenheimen
  • Entdeckung möglicher humorvoller Hilfsmittel in Anlehnung an die Arbeit der Klinikclowns
  • Austausch von humorvollen Begegnungen im Pflegealltag, Zeit für Fragen und Gruppendiskussionen.

Zielgruppe:

Alle Interessierten, im speziellen Pflegepersonal, Ärzte, Seelsorger etc.




Form:
  • Die Teilnehmerzahl sollte nicht mehr als 16 Personen betragen und an die räumlichen Bedingungen angepasst sein (Gruppe kann in Ausnahmefällen nach Absprache auch grösser sein).
  • Ein ausreichend großer Raum, der freie Bewegung ermöglicht, sowie die Möglichkeit Videoausschnitte zu zeigen und Musik abzuspielen, sollte vorhanden sein.
  • Die Teilnehmer sollten bequeme Kleidung tragen. Desweiteren wäre es hilfreich, sich im Vorfeld dabei zu beobachten, welche Situationen man am ehesten lustig empfindet.
  • Dauer: 90 Minuten bis drei Tage